Kerun, der dunkle Wächter
Ein riesiger Marnak, der sich nach dem legendären gestürzten Pilz-Giganten benannt hat. Auch "Baron Kerun" genannt. Er trägt eine schwarze Rüstung aus Kerunit. Seine Leibgarde sind die Russkragen. Früher hiess er Arnd und war ein Wächter von Ulmidr. Als solcher genoss er grosse Anerkennung und das Privileg, die gefährlichen Myrrnafler zu zähmen und auf ihnen durch die Luft zu reisen. Doch Arnd wollte mehr. Es reichte ihm nicht, das Tor nach Ulmidr zu bewachen, er wollte wissen was in den geheimen, einzig dem Kreis von Ulmidr vorbehaltenen Räumen im Inneren des Myrr verborgen war. So verschaffte er sich Zugang zu den verbotenen Gefilden und erfuhr von den Geheimnissen um die Kramen und den Kreislauf der Hiflsteine. Er wurde ertappt und entging nur knapp dem Tod, weil die Weisen des Rates einerseits erkannten dass er nicht in böser Absicht gehandelt hatte, andrerseits weil dringend jemand gebraucht wurde, um den wieder beginnenden Lauma-Abbau in den Keruniten zu kontrollieren, damit der Kramen-Kreislauf nicht aus dem Gleichgewicht geriete. Arnd leistete einen heiligen Schwur und reiste mit kleinem, treuem Gefolge in die Keruniten. Seither lebt er als Kerun auf Burg Brok, in einer komplexen, gespaltenen Rolle: Als verstossener und immer noch gekränkter Marnak in dramatischer Selbstinszenierung als dunkler Wächter, als von den Banden respektierter und gefürchteter Baron, dem die Kontrolle über Lauma-Abbau und Handel unterliegt, aber auch als heimlicher Hüter des Kramen-Geheimnisses, gebunden durch Eid, Ehre und Erkenntnis.