Amarel von Myrrhuld
Seit dem Jahr 1008 Königin auf Schloss Myrrhuld. Seither ist sie scheinbar nicht gealtert. Dies kommt daher, dass Amarel nicht geboren wurde, sondern von den "Schöpfern" mit Lauma-Erzählung künstlich erschaffen. Für die "Erzählten" sind Naturgesetzt nicht im gleichen Mass wirksam, und sie wurde nun mal erschaffen als "Amarel, unsterbliche Königin vom Myrrhuld". Wie alle von den Schöpfen "Erzählten" ist Amarels Persönlichkeit geprägt von einem inneren Bruch: die eingepflanzten Erinnerungen und Werte — Stolz, Anmut, Erhabenheit, Traditionsbewusstsein — kollidieren mit den "umgestülpten" Charakterzügen — Ablehnung von Hierarchie, Perfektion und Symmetrie. Ihr Versuch, nach Aussen das Bild der perfekten Monarchin zu wahren, endet regelmässig in Widersprüchlichkeit, Übertreibung, Trotz, Unsicherheit und Grössenfantasien. Sie kann ein prunkvolles Turnier veranlassen und dann nicht zur Eröffnung erscheinen, andrerseits einen einfachen Nachmittagstee in ein opulente mehrtägige Feier ausufern lassen. Im Kern ist sie das, was die Frynhugler wohl am meisten auszeichnet: verletzlich. Das sich ihr Äusseres während über 70 Jahren kaum verändert hat rührt daher, dass für die "Erzählten" die Naturgesetzt nicht im gleichen Mass wirksam sind. Und sie wurde nun mal Erschaffen als "Amarel, unsterbliche Königin vom Myrrhuld".